Wünsch Dir was! Mit Alice Schwarzer.

EMMA Herausgeberin Alice Schwarzer trommelt seit Wochen auf allen verfügbaren Kanälen für ihr neues Buch über ein Prostitutionsverbot. Die Methoden sind die immer gleichen. Gruselstatistiken werden ohne Nachweis oder Quelle aus dem Hut gezaubert, Meinungsäußerungen von Prostituierten (also dem Ziel Ihres Befreiungskreuzzuges) werden ignoriert und wenn der Widerspruch dann immer noch nicht abreissen will, wird die strenge Tante Alice auch schon mal richtig sauer. Zuspruch bekommt die selbsternannte geliebte Führerin Feministin derzeit vornehmlich aus dem konservativen Lager.

Für die geplante Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Prostitution hat die EMMA auch gleich schon mal einen eigenen Wunschzettel an den Weihnachtsmann den Gesetzgeber formuliert: Was in dem Prostitutionsgesetz auf keinen Fall fehlen darf! Na dann schauen wir doch mal nach:

  • Die Prostitution muss in einem eigenen Prostitutionsregelungsgesetz erfasst werden und darf nicht Teil des Gewerberechts werden. Das wäre ein falsches Signal.

Genau! Das Reichsprostitutionsregelungsgesetz! Oder noch besser im „Gesetz zur Regelung der Volkshygiene“ oder so

  • Erhöht werden muss das Mindestalter auf 21 Jahre (statt 18). Jüngere Frauen sind in der Regel stärker manipulierbar

Genau! Frauen bis 21 wissen einfach nicht was sie tun und setzen sich durch falsche Berufswahl so erheblichen Risiken aus. Besser sie gehen mit 18 zur Bundeswehr.

  • Wieder eingeführt werden muss zum Schutz der Prostituierten die regelmäßige Gesundheitsuntersuchung, die 2002 abgeschafft wurde. Aus gesundheitlichen wie aus sozialen Gründen. Für so manche isolierte Frau ist das der einzige Kontakt nach draußen

Prostituierte sind natürlich nicht in der Lage selbst auf ihre Gesundheit zu achten. Ach nein…Aus sozialen Gründen? Damit die armen Frauen mal raus kommen? Dann sollten wir auch eine Zwangsuntersuchung für Rentner und Computer Nerds einführen.

  • Einführung einer sanktionierbaren Kondompflicht

Hier bin ich schon aus den Gesetzestext und vor allem die staatliche Kontrolle der Umsetzung gespannt. Darf die Prostituierte dann privat auch nur noch mit Kondom…?

  • Soziale Beratung und Ausstiegshilfen müssen ausreichend und qualifiziert angeboten werden. Öffentliche Gelder dürfen nicht länger in Projekte fließen, die Prostitution verharmlosen und Einstiegshilfe machen

Genau! Kein Geld mehr für die ganzen Prostituiertenverbände die Alice Schwarzer gerade bescheinigen, dass sie Blödsinn redet!

  • Eine Anmeldepflicht für Prostituierte muss eingeführt werden. Ohne die sind die Frauen, die in der Regel alle paar Wochen an einen anderen Ort verschoben werden, namen- und rechtlos. Sie sind quasi vogelfrei

Welch Wohltatenkatalog für verschleppte Frauen, erst schon der menschliche Kontakt durch Zwangsuntersuchungen und jetzt auch noch die öffentliche Registrierung. Wir sehen, das gesamte Recht zur Regelung eines Berufszweiges muss sich an dem Arbeitgeber orientieren, der gegen seinen Willen zur Tätigkeit gezwungen wird. Gleichzeitig wird so verhindert, dass Prostituierte später diesem Beruf einfach den Rücken kehren und ein bürgerliches Leben führen. Denn die Registratur vergisst nichts. Was hätten wir uns in der Vergangenheit an öffentlicher Diskussion über das angebliche Vorleben einer gewissen Ex-Präsidentengattin sparen können, wenn wir einfach alte Registerunterlagen hätten durchsehen können um hier Klarheit zu erlangen.

  • Eine Konzessionspflicht für Bordelle, um Transparenz und Mindeststandards zu schaffen. Die Kontrolle muss bei der Polizei bleiben

Genau! Polizei! Das klingt schon nach Schlagstock und regelmäßigem Tür eintreten. Eine Arbeit, die wischiwaschi Ordnungsämter einfach nicht leisten können.

  • Das seit 2002 geltende Weisungsrecht von Bordellbetreibern muss abgeschafft werden. Denn es erlaubt, den Frauen Vorschriften zu machen, wann und wie sie sich prostituieren (z.B. 12 Stunden am Tag, permanent nackt in den Räumen, ohne Kondom etc.).
  • Die Wuchermieten in Bordellen müssen verboten werden. Sie betragen zurzeit bis zu 5.000 Euro im Monat für ein Zimmer.

Gewerbemiete? Für eine EMMA-Redaktion, die im Wesentlichen auf Staatskosten im „Frauen Media Turm“ residiert natürlich ein unerträglicher Gedanke.

  • Das Strafrecht muss in Bezug auf Zuhälter und Menschenhändler verschärft werden, damit ihnen effektiv das Handwerk gelegt werden kann. Eine Verurteilung wg. Menschenhandel und Zuhälterei muss in Zukunft auch ohne Aussage des Opfers möglich sein.

Genau! Strafrechtsverschärfungen haben sich schließlich als effektives Mittel zur Abschaffung von Kriminalität bewährt! Am besten wäre eine Verurteilung ohne jede Beweispflicht! Schließlich war „Unschuldsvermutung“ ja bereits Unwort des Jahres.

  • Die Bestrafung der Freier von Zwangsprostituierten sollte, wenn sie ernst gemeint ist, auf Armutsprostitution erweitert werden. Denn die Zwangsprostitution im engeren Sinne ist selten beweisbar, da die Opfer völlig eingeschüchtert und abhängig sind. Und die mehrheitliche Armutsprostitution ist auch eine Art Zwang.

Genau! Der Freier hat daher nicht nur zu eigenständig ermitteln, ob die Prostituierte freiwillig arbeitet, sondern auch ob sie möglicherweise „arm“ ist. Da z.B. in Städten wie Berlin statistisch gesehen jedermann arm ist, würde hier mit einem Schlag die Möglichkeit legaler Prostitution wegfallen. Für Prostitution muss daher gelten, was bereits jetzt ausnahmslos für jeden anderen Job gilt: Die Tätigkeit darf nicht mit dem Ziel des Geldverdienens ausgeübt werden, sondern aus reiner Freude. Auch für die Armutsprostituierten selbst ist mit einer erheblichen Verbesserung ihrer Situation zu rechnen, wenn sie künftig keine Freier mehr abbekommen!

2 Antworten to “Wünsch Dir was! Mit Alice Schwarzer.”

  1. „Das seit 2002 geltende Weisungsrecht von Bordellbetreibern muss abgeschafft werden“

    Da hat sie glaube ich auch noch nicht verstanden, dass damit die Möglichkeit geschaffen werden sollte, Prostitution nicht auf selbständiger Basis, sondern als Angestellte mit eingeschränkten Weisungsrecht des Arbeitgebers auszuüben.

    Wovon aber eh nicht Gebrauch gemacht wird. Ganz überwiegend werden die Frauen selbständig arbeiten. Da unterliegen sie zwar keinem offizielen Weisungsrecht, aber wer sich nicht anpasst, mit dem wird die Zusammenarbeit eben beendet

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