Opfer der Lampe (oder Nadine Lantzsch mal wieder)

Gerade erst den Shitstorm über Rechtsstaat und Rotz verdaut, tobt eine neue Diskussion durch die feministischen Untiefen des Internets.

Auslöser war ein Eklat zwischen Noah Sow und dem ASTA der Uni Fulda, wegen einer äh…rassitischen Lampe.

(Symbolbild)

Das Thema wurde von Frau Lantzsch dann gleich dankbar aufgegriffen: To whites it should concern und entwickelte sich danach in zahlreichen Blogs mit zunehmender Diskussion über Rassismus, Kritik am Weiss-sein und Frau Lantzsch weiter:

Der Lampenkommentar

Im Herzen die Weißeste von allen
„Und doch ist der Konvertitenfuror das, was ihre Texte so unerträglich macht. Es gibt in ihrem Denken keine Gelassenheit, keine Freundlichkeit, keinen nach vorne gerichteten Enthusisasmus. Alles ist Häme, jedes Wort ein nach oben gereckter Arm, der dem Mitschüler signalisiert: “Ich weiß was. Und du nicht.”
Da lädt jemand eine Autorin ein, hat das Café, in dem gelesen wird, vorher nicht untersucht, und kennt die Abkürzung des in Deutschland nicht besonders üblichen Begriffs People of Color nicht: und wird dafür hingestellt, als hätte sie das Dritte Reich mit Gaskammern beliefert.
Das ist ein Ichbinbesseralsdu-Wettbewerb, bei dem ich kotzen muss.“

Zwischen Wahrnehmung und Störung

„Liebe Lantzschi, du bist geworden, was du kritisierst.“

respect by default
„ich würde mir auch wünschen, dass dem wunsch nach mehr respekt und weniger abgrenzung vielleicht mal ein öhrchen geschenkt wird.
dass nicht nur abgeblockt wird. weil ich fürchte, dass sich sonst immer mehr menschen aus dem feministischen diskurs zurückziehen werden, die den diskurs bereichnern würden.
die angesprochenen ausgrenzungen und die oft auftretende aggression sind ein bärendienst (grinsel) am feministischen diskurs“

Manchen geht ein Licht auf
„Sie finden das schon bescheuert? Dann lesen Sie besser hier nicht diesen Text von Nadine Lantzsch (die sich da oben sicher auch mehrfach diskriminiert fühlen kann, aber es ist mir egal), bei dem ich mich wirklich frage, wie man drauf sein muss, wenn man so etwas ernsthaft und nicht als Satire niederschreibt.“

Wie die Verletzung einer Person für Persönliches instrumentalisiert wird
Ungefähr an diesem Punkt habe ich angefangen mich zu fragen, was eigentlich abgeht. Da läuft ein Subtext mit der nichts aber auch gar nicht mit Alltagsrassismus zu tun hat, war mein Eindruck. In den Kommentarbereichen dann aber ging es überall so richtig zur Sache. Wow, dachte ich, da hat irgend jemand ins Schwarze getroffen.

 

(die Liste wird weiter aktualisiert)

2 Antworten to “Opfer der Lampe (oder Nadine Lantzsch mal wieder)”

  1. Bei aller berechtigten Kritik an Lantzsch, aber der Punkt, an dem hier alles zusammenläuft, ist doch wohl Frau Sow. Ich kann mir gut vorstellen, das die Organisatorin in Fulda sich nach dieser Erfahrung *nie* *wieder* irgendetwas im Bereich AntiRa antun wird. Ein echter Bärendienst. Man könnte vermuten, das sich Frau Sow in der Opferrolle gefällt und diese möglichst perpetuieren möchte. Aufklärung würde da ja nur stören.

  2. Völlig außer acht gelassen wird mal wieder die ununterbrochene Gewalt gegen Menschen mit Behinderung. Und Carl Benz und Philip Reis waren mit die Schlimmsten:
    „Wir sollten uns keiner Täuschung hingeben, auch nicht benutzbare Busse sind Gewalt genauso wie ein Telefonsystem, welches von Gehörlosen nicht verwendet werden kann.“
    http://www.bizeps.or.at/broschueren/leben/

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: