Archiv für November, 2011

Richter Langsam

Posted in Richter on November 11, 2011 by lawen4cer

Am Amtsgericht Hinterhupfingen hat Richter Langsam seine vermutlich letzte Ruhestelle gefunden. Obwohl von mir diverse Verfahren bei Richter Langsam anhängig sind, war es mir noch nicht vergönnt ihn mal von Angesicht zu Angesicht – z.B. in einer mündlichen Verhandlung – zu treffen.

Denn Richter Langsam zeichnet sich nicht gerade durch übermäßigen Eifer aus Verfahren voran zu treiben. Schriftsätze der Parteien werden erst nach Monaten überhaupt mal weitergeleitet, Verhandlungstermine schon gar nicht erst angesetzt. In einem Klageverfahren wurde mir ein gutes Vierteljahr nach Klageerhebung und erst nach gesonderter Nachfrage beim Gericht, widerwillig die Klagewerwiderung der Gegenseite zugestellt. In einem anderen Verfahren beklagt die Gegenseite, einen Schriftsatz von mir erst nach 9 Monaten erhalten zu haben.

Den Vogel schießt ein Verfahren ab, bei dem unser Mandant vor gut 2 Jahren verklagt wurde. Nach einer längeren Phase wechselseitiger Schriftsätze hat die Gegenseite dann vor gut 1 Jahr die Klage erweitert und Verweisung an das Landgericht beantragt. Über diesen simplen Antrag hat Richter Langsam nun seit 1 Jahr nicht entschieden. Ein Verhandlungstermin ist nicht in Sicht.

Meine Meinung zur Frauenquote

Posted in Uncategorized on November 10, 2011 by lawen4cer

Mein persönlicher Eindruck: Die Einführung einer verbindlichen Frauenquote für sogenannte Führungspositionen in der Wirtschaft wird derzeit am vehementesten und lautesten von den Frauen gefordert, die selbst für derartige Positionen gar nicht in Frage kommen. Und zwar nicht etwa wegen ihres Geschlechtes, sondern weil sie für sich selbst nicht mal im Traum daran gedacht haben etwas Wirtschaftliches oder Technisches  zu studieren oder gar in einem größeren Unternehmen zu arbeiten. Die eigene Lebensplanung sah dann doch eher ein Studium der Germanistik, Soziologie oder des Gendermainstreaming vor…

Enforcer gibt es jetzt übrigens auch bei Twitter

http://twitter.com/#!/lawen4cer

Opfer der Lampe (oder Nadine Lantzsch mal wieder)

Posted in Uncategorized on November 2, 2011 by lawen4cer

Gerade erst den Shitstorm über Rechtsstaat und Rotz verdaut, tobt eine neue Diskussion durch die feministischen Untiefen des Internets.

Auslöser war ein Eklat zwischen Noah Sow und dem ASTA der Uni Fulda, wegen einer äh…rassitischen Lampe.

(Symbolbild)

Das Thema wurde von Frau Lantzsch dann gleich dankbar aufgegriffen: To whites it should concern und entwickelte sich danach in zahlreichen Blogs mit zunehmender Diskussion über Rassismus, Kritik am Weiss-sein und Frau Lantzsch weiter:

Der Lampenkommentar

Im Herzen die Weißeste von allen
„Und doch ist der Konvertitenfuror das, was ihre Texte so unerträglich macht. Es gibt in ihrem Denken keine Gelassenheit, keine Freundlichkeit, keinen nach vorne gerichteten Enthusisasmus. Alles ist Häme, jedes Wort ein nach oben gereckter Arm, der dem Mitschüler signalisiert: “Ich weiß was. Und du nicht.”
Da lädt jemand eine Autorin ein, hat das Café, in dem gelesen wird, vorher nicht untersucht, und kennt die Abkürzung des in Deutschland nicht besonders üblichen Begriffs People of Color nicht: und wird dafür hingestellt, als hätte sie das Dritte Reich mit Gaskammern beliefert.
Das ist ein Ichbinbesseralsdu-Wettbewerb, bei dem ich kotzen muss.“

Zwischen Wahrnehmung und Störung

„Liebe Lantzschi, du bist geworden, was du kritisierst.“

respect by default
„ich würde mir auch wünschen, dass dem wunsch nach mehr respekt und weniger abgrenzung vielleicht mal ein öhrchen geschenkt wird.
dass nicht nur abgeblockt wird. weil ich fürchte, dass sich sonst immer mehr menschen aus dem feministischen diskurs zurückziehen werden, die den diskurs bereichnern würden.
die angesprochenen ausgrenzungen und die oft auftretende aggression sind ein bärendienst (grinsel) am feministischen diskurs“

Manchen geht ein Licht auf
„Sie finden das schon bescheuert? Dann lesen Sie besser hier nicht diesen Text von Nadine Lantzsch (die sich da oben sicher auch mehrfach diskriminiert fühlen kann, aber es ist mir egal), bei dem ich mich wirklich frage, wie man drauf sein muss, wenn man so etwas ernsthaft und nicht als Satire niederschreibt.“

Wie die Verletzung einer Person für Persönliches instrumentalisiert wird
Ungefähr an diesem Punkt habe ich angefangen mich zu fragen, was eigentlich abgeht. Da läuft ein Subtext mit der nichts aber auch gar nicht mit Alltagsrassismus zu tun hat, war mein Eindruck. In den Kommentarbereichen dann aber ging es überall so richtig zur Sache. Wow, dachte ich, da hat irgend jemand ins Schwarze getroffen.

 

(die Liste wird weiter aktualisiert)