„Würde es nur Frauen geben, bräuchten wir keine Justiz“ – ein weiterer Tiefpunkt in der aktuellen (feministischen) Rechtsstaatsdebatte

Ich dachte eigentlich, mit der Aussage von Frau Lantzsch, dass der Rechtsstaat nur dazu diene die Privilegien weisser Männer zu schützen („Rotz“) sei auch der Tiefpunkt der Debatte erreicht. Nun durfte ich allerdings in einem Blogbeitrag von Frau Antje Schrupp noch folgende Aussage lesen:

„Aber die Unvereinbarkeit zwischen Frauen und dem Prinzip des Rechtsstaats geht noch tiefer. Ganz objektiv ist das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit eines, das vor allem dazu erfunden wurde, um Konflikte unter Männern zu regeln: Von allen Inhaftierten in Deutschland sind lediglich 5 Prozent Frauen, bei den rechtskräftig Verurteilten sind es 16 Prozent. (Quelle) Was die schweren oder „gemeingefährlichen“ Verbrechen angeht, so betrifft das Rechtssystem also praktisch ausschließlich Männer. Man könnte es auch zugespitzt so sagen: Würde es nur Frauen geben, bräuchten wir keine Justiz.“

Da fällt einem nun wirklich nichts mehr ein.

Die heftigen Gegenreaktionen welche die Aussagen von Nadine Lantzsch  in zahlreichen Blogs und noch zahlreicheren Kommentarspalten ausgelöst hatte, deutet sie übrigens damit, dass Frau Lantzsch einen „Tabubruch“ begangen habe. Auf die naheliegende Idee, dass heftiger Widerspruch auch einfach ein Indikator sein kann, dass man Unsinn geschrieben hat, kommt sie dagegen nicht.

Update:

Was man Antje Schrupp zugute halten muss, ist dass in ihren Kommentarspalten mit ihr diskutiert werden kann.

7 Antworten to “„Würde es nur Frauen geben, bräuchten wir keine Justiz“ – ein weiterer Tiefpunkt in der aktuellen (feministischen) Rechtsstaatsdebatte”

  1. >> Auf die naheliegende Idee, dass heftiger Widerspruch auch einfach ein Indikator sein kann, dass man Unsinn geschrieben hat, kommt sie dagegen nicht. <<

    Wie auch, die Widersprüche kommen ja von weißen Männern.

  2. Solitär Says:

    Gäbe es Verurteilungen wegen seelischer Grausamkeiten, wären die Knäste voll von diesen Hexen!!

  3. Ich verweise mal hierdrauf:

  4. Auch eine Art Hoffnung zu verbreiten:😉

    Nach dem Mist, den man beim SZ-Mgazin im letzten Jahr mit den weiblichen Kachelmann-„Bekannten“ gebaut hat, korrigiert sich das SZ-Magazin jetzt😉.

    „Inzwischen hat nicht mehr die Osteuropäerin oder Asiatin ein Imageproblem, sondern die deutsche Frau. Sie gilt häufig als hart, unnachgiebig, uncharmant.“

    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35993

    Alles wird gut!

    Die Rechtsanwaeldin

  5. @solitär: rightanwer, wrong place.
    Bei der Dame sollten Sie den Spruch anbringen.
    Sie sind gewiß ein böser weißer Mann.

  6. „Was man Antje Schrupp zugute halten muss, ist dass in ihren Kommentarspalten mit ihr diskutiert werden kann.“

    Mit Frau Schrupp habe ich öfters schlechte Erfahrungen gemacht—wie auch viele andere. Sie greift nämlich gerne zum Zensurstift wenn es um abweichende oder anders „unpassende“ Meinungen geht. Vgl. hierzu etwa http://michaeleriksson.wordpress.com/2010/07/27/comment-censorship-and-comment-policies-iv-a-german-feminist%E2%80%99s-take-on-comments/ und http://michaeleriksson.wordpress.com/2011/06/19/comment-censorship/

    Übrigens ist das inhaltliche Niveau selten höher als in dem Zitat: Vorurteile, Falsch- oder Halbverstandenes, inkorrekte Logik , inhaltsarme und pseudo-intellektuelle Endlosauslegungen, …, sind in meiner Erfahrung die üblichen Inhalten—aber so kommuniziert als ob sie von überlegener Einsicht wäre.

  7. Au, weia.
    So viel Aufmerksamkeit ist den besagten Feminist_Innen seit Jahren nicht engegen gebracht worden.
    Aus ihrer Sicht bestimmt bedauernswert, ist der Umstand, daß es Kritik hagelt.
    Ja, so ist die Welt außerhalb des selbstgebauten Elfenbeinturmes. Fakten, wie die Strafprozessordnung und Gesetze, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Und dann noch studierte Männer mit Abschluß und Beruf, die dagegen halten.
    Schon Mist, wenn das Leben plötzlich in der Tür steht.
    Ich bin höchst amüsiert.

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