Schattenkanzlei

Wir sind mal wieder als Schattenkanzlei beauftragt. Das passiert häufiger. Bedeutet, der Mandant hat bereits eine (weniger schlagkräftige) Kanzlei mit dem Mandat beauftragt und merkt nun, dass die Sache nicht so läuft, wie er sich das vorstellt – schlimmstenfalls ist bereits eine Instanz verloren gegangen.

Das ist nicht zwingend der Unfähigkeit der Erstkanzlei geschuldet. Oft fehlt es einfach am notwendigen Know How im Rechtsgebiet oder der schlichten Manpower buchdicke Schriftsätzen in kurzer Zeit zu stemmen. Viele Firmen haben nämlich neben spezialisierten (und teuren) Großkanzleien auch noch kleine „Hauskanzleien“ für den kleineren Alltagskram. Und manchmal entpuppt sich dann ein vermeintlich kleiner Streit als Minenfeld.

Wir treten dann immer nur „beratend“ auf. Legen die weitere Taktik fest und bereiten Schriftsätze vor, die die Erstkanzlei, dann unter ihrem Briefkopf versendet. Nach Aussen treten wir selbst dagegen nicht in Erscheinung. Im Verhandlungstermin sitze ich dann meist neben dem „offiziellen“ Anwalt, habe zwar für den Fall der Fälle eine eigene Vollmacht in der Tasche, aber in der Regel interessiert es komischerweise keinen Richter zu welcher Kanzlei Herr Rechtsanwalt Enforcer denn eigentlich gehört.

Eine solche Arbeitsteilung hat eigentlich für alle seiten Vorteile. Der Erstanwalt bekommt weiterhin seine RVG Gebühren und ist den Erfolgsdruck los. Geht das Verfahren nämlich schief, ist er nicht alleine Schuld. Wir dagegen rechne nach Stundensatz ab und ich kann mich ganz den spannenden Details des Falles widmen. Die notwendige aber öde Fleissarbeit ist dagegen meist schon erledigt.

Ich achte immer sehr darauf von Anfang an einen guten Kontakt zur „Erstkanzlei“ aufzubauen. Nichts wäre schlimmer, als wenn der dortige Anwalt sich heragesetzt fühlen würde.

6 Antworten to “Schattenkanzlei”

  1. Matthias Says:

    So eine Einleitung erwartet man auch in Grishams neuen Thriller „Der Enforcer“.
    Danke

  2. „The Associate“

  3. HAHA, gerade während des Klickens öffne ich einen Brief meines Anwalts, der mir den Beschluß der Zivilkammer geschickt hat. Der Unterzeichnende Ri des (Name des Gerichts von enforcer entfernt) hat die Feststellung getroffen, dass der Kläger (mein Frustschläger aus der Ursprungsstrafsache) beweisfällig geblieben ist. (Link entfernt)
    Der Frustschläger hat erwartet, dass bei einem ärztlichen Gutachten seine Drogen- und Alkoholsucht, sowie (wie schon erwiesen) seine Aggressivität und sein Hang zur LÜGE festgestellt werden wird, deshalb ist er viermal (4) nicht zur Untersuchung/Gutachten erschienen.
    Die Strafkammer unter Ri (Name von enforcer entfernt) und der Zivilrichter (Name von enforcer entfernt) haben sich m. M. nach unter Rechtsbeugung WEIT aus dem Fenster gelehnt und meine Notwehrlage ignoriert, bzw. wissentlich unterdrückt.
    So, meine Message an die Richter StA(e) und Anwälte:
    Mit einer „Schattenkanzlei“ (?) wird der Fall wieder aufgemacht werden. Dass Sie ALLE wussten, dass ich unschuldig bin, wird zur Sprache kommen und hoffentlich verfassungsrechtlich/strafrechtlich gewürdigt werden!!!! Basta! Capice?
    http://www.helmutkarsten.de

  4. *Edit*

    Lieber User,

    nutzen Sie bitte Ihre eigene Homepage für derartige Debatten.
    -Enforcer –

    • @helmutkarsten: Es wäre bedeutend angenehmer, wenn Sie mit ihren Hasstiraden und Schmäh- und Drohpostings nicht von Blog zu Blog ziehen würden. Wer in der Tat googelt, und sich mit Ihren Einträgen beschäftigt, merkt, wie offensichtlich haltlos Ihr Gezeter ist. Die Unterstellungen, die Sie mehrfach aufstellen, dürften sich kaum als haltbar ergeben. Von Ihren NS-Provokationen und -Beleidigungen ganz abgesehen. Ich glaube kaum, dass man sich diese ewig wird gefallen lassen. Es sieht mir mehr nach einem hochaggressiven, uneinsichtigen Täter aus, der sich in Schuldzuweisungen verliert.
      btw: um sich ein klares Bild machen zu können, wären auch ein Mal gegen Sie gerichtete Schriftsätze nötig, wie z.B. Ihre Anklage, die Klage gegen Sie oder Ihr Gutachten. Sie veröffentlichen nur Schreiben Ihres RA, also unvollständig. Nur, weil Ihr RA dem LG/OLG etwas schreibt, bedeutet dies noch nicht zwangsläufig, dass dies stimmt.
      Der veröffentlichte HB läuft zudem Ihrer mehrfach behaupteten „Schutzhaft“-These zuwider.
      Ferner ist im von Ihnen veröffentlichten Pressebericht über den Vorfall zu lesen, dass Sie bereits in den USA wegen Alkohols in Behandlung waren. Sie dementieren aber jedwedes Alkoholproblem…
      Ebenso kann man aus Ihrem GGT alleine gar nichts heraus lesen, und der Referenzwert liegt bei 60, und nicht bei 66, wie Sie immer wieder angeben.
      Die mehrfache Angabe objektiv falscher Tatsachen läßt daher vermuten, dass es sich mit dem Rest nicht anders verhält.

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