Richtertelefonat

Gerade wieder mit einem Richter telefoniert. Ich mache das gerne im Rahmen des Vorverfahrens, wenn Schriftsätze hin und her gehen, denn es gibt mir die Möglichkeit die Befindlichkeit und derzeitige Rechtsauffassung des Gerichts festzustellen.

Gründe für einen Anruf gibt es viele. Man erfragt vorab die Möglichkeit einer Fristverlängerung oder lässt sich einen gerichtlichen Hinweis noch einmal freundlich erklären.

Wenn man es richtig anstellt, kann man sehr schnell herausfinden ob man einen schweren Stand hat oder es gut läuft. Oft kann man auch schon die eine oder andere streitige Rechsfrage ansprechen und unbeeinflusst vom Gegner seine Argumente anbringen. In jedem Fall sorge ich für gutes und entspanntes Klima, denn nichts ist schlimmer als in den Augen des Richters der böse Unternehmensanwalt  zu sein.

Eine Antwort to “Richtertelefonat”

  1. […] Wer aber generell das hohe Lied der unkomplizierten Mündlichkeit singen möchte, sollte bedenken, dass im Zivilprozess nur der geschriebene – oder zumindest protokollierte – Sachverhalt etwas wert ist. Kein Telefonat kann – soweit man sich nicht nur vergleichen möchte – dann den Schriftsatz ersetzen. Allerdings bin auch ich ein Fan des Telefonates – allerdings lieber mit dem Richter. […]

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